Durch die Transparenzvorgaben in §§ 43a, 45n TKG soll es Endkunden möglich werden, auf einfache Weise Umfang und Qualität von angebotenen Telekommunikationsdiensten zu vergleichen und damit eine informierte Entscheidung zu treffen. Hierzu erhält die Bundesnetzagentur unter anderem die Kompetenz, eigene Messungen anzustellen oder Hilfsmittel zu entwickeln, die es dem Endkunden ermöglichen, eigenständige Messungen anzustellen (§ 43a Abs. 3 S. 2 TKG).

 

Vor diesem Hintergrund führt die Bundesnetzagentur im Zeitraum von Juni bis Dezember 2012 eine Studie zur Dienstequalität von breitbandigen Internetzugängen durch. Die Studie soll auf der Grundlage von technologie- und anbieterübergreifenden Messungen Aussagen zu folgenden Aspekten erlauben:

  • über den Status quo der im Vertrag angebotenen und der tatsächlich realisierten Dienstequalität,
  • über eine mögliche Reduktion der Bandbreite für den Internetzugang bei parallelem IPTV oder VoIP,
  • zum Vorliegen unterschiedlicher erreichbarer Datenübertragungsraten bei der Nutzung von unterschiedlichen Anwendungen, Zielen oder Inhalten, sowie
  • über Anforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten für ein Messkonzept, das für Endkunden nutzbar ist.

 

Das Messverfahren beruht auf der Kombination zweier grundsätzlich unterschiedlicher, sich ergänzender Messansätze:

  • Messungen erfolgen einerseits über eine deutschlandweite Messplattform, die Ergebnisse innerhalb einer kontrollierten Messumgebung generiert und
  • andererseits über eine Software-Applikation, die Endkunden über das Internet nutzen.

     

Die Ergebnisse beider Verfahren werden in einer Datenbank zusammengefasst, validiert und ausgewertet.

 

Nähere Informationen zu Hintergründen und Umfang der Studie finden Sie auf der Homepage der Bundesnetzagentur.