Nachdem der Bundestag und der Bundesrat dem Steuervereinfachungsgesetz 2011 am 23.09.2011 zugestimmt hatten, ist am 02.07.2012 das Schreiben des Bundesfinanzministeriums zur Vereinfachung der elektronischen Rechnungsstellung veröffentlicht worden.

Die neue Regelung verzichtet auf eine qualifizierte Signatur der Rechnung. Stattdessen verlangt das Gesetz jetzt nur noch, “Jeder Unternehmer legt fest, in welcher Weise die Echtheit der Herkunft, die Unversehrtheit des Inhalts und die Lesbarkeit der Rechnung gewährleistet werden”. Zur Begründung des Vorsteuerabzugs aufgrund einer bezahlten Rechnung genügt fortan ein innerbetriebliches Kontrollverfahren. Das darf zwar nach wie vor auf der Prüfung digitaler Signaturen beruhen, muss es aber nicht. Wenn ein Buchhalter behauptet, er bezahle prinzipiell nur Rechnungen, die ihm inhaltlich korrekt vorkommen, genügt das auch.

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